20.11.2017

Zufriedenheit im Job: der Killer im Vertrieb

Verkaufsexperte Marcus Kutrzeba über Ziele, Frustration und Arbeitstrott im Verkauf

Heute schon wissen, was morgen passiert – Menschen fühlen sich mit Gewohntem wohl. Zwar sind Überraschungen auch ganz nett, aber bitte keine, die den Alltag aus der Bahn werfen. Gerade bei älteren Mitarbeitern spricht man oft von ‚eingefahren‘, wenn sie immun zu sein scheinen gegen Neues, Anderes, Ideenreiches. „Zufriedenheit ist ein Problem“, findet Verkaufsexperte Marcus Kutrzeba und rät gleichermaßen dazu, das Wissen der älteren Mitarbeiter nicht zu vernachlässigen.

„Wer zufrieden ist, hat seine Ziele erreicht. Im Vertrieb ist Zufriedenheit sogar gefährlich, denn wer zufrieden ist, hat keine Ziele mehr“, erklärt Kutrzeba die Situation in Unternehmen. Besonders im Vertrieb würde das aus Sicht des Vertriebsexperten bedeuten, dass alles so in Ordnung ist und weitergehen kann wie bisher. „Nichts ist im Vertrieb schlimmer, als seinem Trott nachzugehen und mit der Zeit immer frustrierter zu werden.“

Dazu kommt, dass beim Nachgehen von Gewohnheiten irgendwann der Punkt kommt, an dem man der Meinung ist, man hätte viel mehr machen, viel mehr in die Wege leiten können. „Der Übergang von Zufriedenheit in Frustration ist dann nur noch ein kleiner“, weiß Kutrzeba. Nicht nur bei älteren und damit erfahrenen Mitarbeitern ist es daher wichtig, die ursprüngliche Energie und den Spaß wieder zu aktivieren.

„Zudem lohnt es sich auf jeden Fall, aus den Erfahrungen älterer Kollegen zu lernen. Sie haben einen ungeheuren Erfahrungsschatz aus Fehlern und Misserfolgen. Jüngere Mitarbeiter können davon profitieren, denn durch diese Erkenntnisse umgehen sie dieselben Fehler und lernen, auf einem anderen Weg zum Ergebnis zu kommen“, führt der Vertriebsexperte weiter aus.

Kutrzeba rät, dass sowohl jüngere wie auch ältere Mitarbeiter ihr gegenseitiges Wissen nutzen sollten: Jüngere bringen neue Ideen und frischen Wind in ein Unternehmen, das andere für ihre eigene Weiterentwicklung nutzen können. Ältere Mitarbeiter weisen einen sehr großen Erfahrungsschatz auf, den sich die jüngeren Kollegen zunutze machen können. „Beide zusammen sind der absolute Gewinn für ein Unternehmen – wenn sie offen sind für den jeweils anderen und bereit dafür, zusammenzuarbeiten.

 

 

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