25.09.2019

Think big – kannst du es dir vorstellen?

„Marcus, du redest immer so groß daher“, habe ich schon oft gesagt bekommen. Mag sein, dass das manche so empfinden. Ich finde, ich rede nicht groß. Die anderen denken nur zu klein! Think big – das gelingt halt nicht jedem, denn schließlich wachsen viele mit der Einstellung auf, sich selbst nicht zu viel vorzunehmen, um nicht enttäuscht zu werden. Ich sage: Schluss mit der Kleingeistigkeit!

Warum groß denken?

Groß zu denken sollte nicht dazu dienen, sich selbst oder andere auszutricksen, um immer gut drauf zu sein und sich überlegen zu fühlen. Es geht einzig und allein darum, was du dir alles vorstellen kannst. Im Volksmund hört man oft: „Das kann ich mir ja überhaupt nicht vorstellen.“ Wer so denkt, wird sein Potenzial nicht ausschöpfen. Wer sein Potenzial nicht ausschöpft, bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Und das macht auf Dauer unglücklich.

Bildlich gesehen können diese Leute die Grenzen in ihrem Kopf nicht überwinden. Sie fühlen sich „gefangen“, wissen aber nicht von wem oder wodurch. Dabei ist es ihr eigenes Mindset, das sie dort festhält, wo sie gerade stehen. Auf ein Weiterkommen ist mit dieser Art der Denke nicht zu hoffen. 

Der bedeutendste Verkaufstrainer

Als ich noch bei einer bodenständigen Versicherung beschäftigt war, ging es mir im Grunde gut. Dennoch war es für mich nicht motivierend, tagein tagaus dasselbe zu machen; auch ich war gefangen im Hamsterrad. Als ich mir aber überlegt habe, wo meine Potenziale lagen, fing ich buchstäblich an groß zu denken. Ich wollte einer der bedeutendsten Verkaufstrainer im deutschsprachigen Raum sein. Ich wollte 10, 100, nein 1.000 eigene Seminartage abhalten – und aus heutiger Sicht war das noch nicht einmal groß gedacht.

Wenn ich mit anderen Verkaufstrainern darüber gesprochen habe, war es für diese unvorstellbar 100 Seminartage jährlich zu verkaufen. Schon allein 100 Termine zu vereinbaren, sprengte oft den Rahmen des Vorstellbaren. Wenn auch du zu wenige Termine oder ständigen „Terminstress“ hast, dann stell dir doch einmal vor, wie es wäre, wenn du sie alle ganz locker an deinem Standort, in deinem Bezirk oder Bundesland erreichen könntest. Was wären die Auswirkungen, wenn es so einfach wäre? Wenn du es dir vorstellen kannst, dann wirst auch mehr tun und deine Maßnahmen dahingehend planen.

Maßnahmen auf Großes Ausrichten

Mit dem (groß) Denken allein ist es noch nicht getan, das ist nur der erste – wenn auch wichtigste – Schritt. Als nächstes gehören deine Handlungen auf das Große ausgerichtet. Das bedeutet natürlich viel Arbeit, die dir zunächst noch nichts einbringt. Lass dich davon nicht abschrecken. Meiner Meinung nach kommt das, was du auf unterschiedlichste Weise gibst, auch zu dir zurück. Warum passiert das? Weil du im Flow bist und nicht konkret an deinen unmittelbaren Nutzen denkst, sondern an „das größere Ganze“.

Wer groß denkt, erreicht mehr

Wer groß denken und sich Großes vorstellen kann, der kann auch Großes erreichen. Das ist eine ganz einfache Formel, kein Geheimrezept. Apropos Geheimrezept, unlängst verriet mir ein Starkoch aus Wien sein persönliches Erfolgsrezept: Er kann es sich vorstellen. Er sieht seine Gerichte quasi fertig vor sich, noch bevor er mit der Zubereitung angefangen hat.

Kannst du das auch in deinem Bereich? Wenn nicht, dann rede mit Leuten aus deiner Branche, die schon erfolgreicher sind als du. Du wirst sehen, sie alle haben den Schritt zum großen Denken einmal wagen müssen. Es ist wie ein Schritt über eine Klippe für Ungeübte. Und natürlich hat alles seine Grenzen – aber weißt du überhaupt, wo deine liegen? Weißt du, wo dein Potenzial endet? Mach ein Wunschbild, male es dir aus in Gedanken oder de facto, hänge dieses Zuhause oder im Büro auf, um dich daran zu erinnern, was alles möglich sein kann. Think big heißt: Denke zehnmal so groß wie du bisher gedacht hast, dann kannst du auch zehnmal so viel erreichen, weil du zehnmal mehr tun wirst als vorher.

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